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Dienstag, 31. August 2010

Zum Ende des Monats...

...noch 3 kleine Taschen unter dem Motto: Nähen gegen schlechte Laune. Regen, Kälte und Enge in den Wohnräumen ließen meine Laune sinken. Um mich aufzuheitern schickte ich meine Gedanken zu Menschen die ich mag - dabei fiel mir ein, das zwei von ihnen am nächsten Wochenende Geburtstag haben und ich ja ein Päckchen schicken könnte... Diese 3 Taschen werden den Inhalt füllen:
Von mona w bekam ich für einen zweiten Bee Gemany Block vier kleine Quadrate in "Mädchenstoff", die ich mit einer alten Jeans, rotem Punkte-Kordstoff und kariertem Wachstuch für Paula kombiniert habe. 
Auch aus Resten und mit Ikea Baumwolle in Hellblau für innen ist die Tasche für Luka:
Für Sülle klein und gesteppt - für die Handtasche?
Beim Nähen ging mir auf, das ich meine genähten Werke fast immer verschenke. Geburtstagsgeschenke, Weihnachtsgeschenke, Zwischendurchgeschenke... Selten nähe ich mal was für mich, eher für andere. Freuen sich andere über diese Geschenke? (Darüber gab es bei Suschna mal einen Post, den ich jetzt leider nicht mehr finde) Soll ich mal was verkaufen? Aber dann müsste ich richtig in die Produktion gehen - will ich das eigentlich? Lohnt sich so ein Shop überhaupt? Schafft man einen Shop neben Beruf und Familie? Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen? Was macht ihr mit Euren Werken? Eure Erfahrungen und Tipps würden mich wirklich interessieren.

Kommentare:

  1. Das sieht so bunt und fröhlich aus! Wenn man bedenkt, in was für einem Chaos ihr da seit Wochen lebt, hälst du wirklich gut durch.
    Mein Post von damals ist noch da, aber ich verlinke nicht dahin, weil ich ihn inzwischen doch etwas betulich finde.
    Zum Thema Verkaufen läuft hier auch gerade eine Diskussion: http://waschkueche.blogspot.com/2010/08/kann-man-vom-filzen-ausschlielich-leben.html
    Ich bleibe dabei: Verkaufen von Selbstgemachtem wird meist darauf hinauslaufen, sich eine Liebhaberei zu finanzieren. Ich hatte z.B. überlegt, ob wir mit unserer Truppe einen Stand auf dem Herbstfest Preussenallee machen sollten. Da wäre die Standgebühr allein über 100 Euro gewesen - ich glaube nicht, dass sich das gelohnt hätte, wenn man Material, Arbeitszeit und sonstigen Aufwand rechnet.

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  2. Oft denke ich wie du, dann sehe ich aber die selbstgenähten Taschen in Läden in Charlottenburg und bin überrascht über die eher geringe Qualität und den höheren Preis. Daran würde man dann schon Material verdienen. Einen Stand als Probe wäre mal gut, aber die Standgebühr ist ja wahnsinn...

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  3. Ich kann dich ja gut verstehen - solche nicht besonders gut gemachten Sachen (z. B. ungefütterte Reißverschlusstäschchen) zu ziemlich hohen Preisen fallen mir ja auch auf. Aber ich glaube, damit man wenigstens kostendeckend arbeitet, müsste man die Sache wie einen Vollzeitjob mit Überstunden betreiben. Also auf allen Kanälen verkaufen (im Internet auf mehreren Plattformen, in Läden, auf Märkten), in alle verfügbaren Hörner tuten (Blog, twitter, facebook, Tagespresse, Stadtmagazine, Zeitschriften) und noch dazu Produkte haben, die man mit relativ geringem Zeitaufwand in größerer Stückzahl herstellen kann und die unverwechselbar sind. Auf der Basis könnte man vermutlich mit Selbstgemachtem Geld verdienen.
    Als Nebenherbeschäftigung wäre es vielleicht ökonomisch sinnvoll, wenn man einen guten Vertriebskanal hätte - also z. B. eine Charlottenburger Boutiquenbesitzerin deine Taschen in Kommission nehmen würde, du also immer, wenn es dir gerade passt mal ein paar Taschen nähen kannst, sie dort vorbeibringst und sie in einem Laden zu einem guten Preis verkauft werden. In die Kalkulation müsste man ja z. B. die Zeit für das Betreuen eines dawanda-Shops oder für das Stehen an einem Marktstand als Kosten einfließen lassen, und ich glaube das machen nur die wenigsten, die auf diesen Wegen etwas verkaufen wollen.
    Für mich stellt sich die Frage mit dem Verkaufen eigentlich gar nicht mehr, seitdem ich einmal alle Kosten (auch Zeit) und die möglicherweise zu erzielenden Preise gegenübergestellt habe. Also falls ich nicht zufällig eine Charlottenburger Boutiquenbesitzerin kennenlerne, werde ich nie etwas verkaufen, nur verschenken.
    Dass mit der Zeit eine gewisse "Überproduktion" in einigen Bereichen eintritt, versuche ich zu vermeiden, indem ich das Gebiet wechsele, z. B. zögere ich mit dem Spiderweb-quilt auch deswegen, weil ich aus meiner Quiltphase noch ganz viele Decken habe (darunter eine nicht beendete), die nicht benutzt werden, mir z. T. auch nicht mehr gefallen (die könnte ich eigentlich verkaufen!). Noch mehr Quilts kann eigentlich keiner gebrauchen. Kleidung geht ja auch irgendwann wieder kaputt, und für kleine Teile ist immer noch Platz.

    viele Grüße, Lucy
    (aber ein interessantes Thema, darüber gäbs noch viel zu sagen, aber vielleicht besser in einer Unterhaltung als in einem Blog)

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  4. Liebe Lucy, danke für Deine ausführliche Darlegung - ich befürchte Du hast recht. Ich hoffe ja noch auf Erfahrungsberichte von Dawanda-Shop-Betreibern. Das für einen Erfolg man entweder viel Glück haben muss oder aber sehr sehr viel Werbung machen muss, ist mir bewusst. Wenn es einem auf den Gewinn nicht ankommt, dann kann man auch Spenden. Beim Gebietswechsel habe ich bei mir immer Befürchtungen, das ich mich verzettel - wir könnten das Thema mal bei Kaffee und Kuchen vertiefen...)

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  5. Bei diesem Thema mische ich mich auch immer ein. Es ist kein Geld zu verdienen mit den gut gemachten Sachen, es ist kein Zufall wenn euch teure aber handwerklich schlecht gemachte Sachen auffallen. Schnell und husch pfusch dann schaut was raus dabei.
    Mit meinen Yogataschen habe ich die Erfahrung gemacht, dass es auch viel auf das "wer will sie" ankommt. Im Yogakurs wollte unbedingt die Yogatrainerin eine und dann wollten alle, wirklich alle Teilnehmer auch eine. Das war dann schon fad und nebenbei nicht wirklich ein großes Geschäft ( Das Material und ca € 5.-- pro Stunde). Im Pilateskurs hat als ich mit meiner Tasche kam einmal eine Dame gesagt "was so teuer,da trag ich die Matte lieber im Plastiksackel" und es war keine einzige Tasche zu verkaufen.
    Bin jetz in Eile muß zum Yoga :)
    Liebe Grüße
    Teresa

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  6. Ich habe mich zum wiederholten Male dagegen entschieden, neben dem eigentlich viel zu niedrigen Erlös, hast Du sonst immer auch den Druck zu Nähen, Dein Hobby ist evtl plötzlich kein Hobby mehr, sondern Pflicht und 200 Mal dieselbe Sache zu nähen, wird dann eben nicht mehr Spaß machen und artet zu Fließbandarbeit aus.
    Dazu hast Du dann plötzlich auch noch einen Haufen Bürokratie am Hals ...
    ... mich reizt es immer nur, weil ich es schon auch als schmeichelnd empfinde, dass jemand MEINE Sachen kaufen möchte.
    Für genau dieses Gefühl reicht ein Verkauf MAL ab und zu und den musst Du nirgendwo anmelden, solange es wirklich dabei bleibt! Lieben Gruß, Simone

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  7. Liebe Teresa, Deine Erfahrungen sind interessant - zusammengefasst - auch durch Deinen Kommentar, liebe Simone - komme ich zu dem Eindruck, das ich lieber nur bei Lust und Laune verkaufen sollte und mir nicht den Stress mit Massenproduktion neben allem anderen zumuten will. Eure Gedanken waren mir schon sehr hilfreich und ich glaube das ich so auch mehr Spaß am Nähen habe.

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  8. Die Taschen sind ja wirlich süß ... den Stoff habe ich schon entdeckt - grins!
    Ich bin mit meiner Näherei selbständig - als Nebengewerbe. Wieviel müsste ich sonst verkaufen (und natürlich vorher produzieren???), um die mindestends 300€ Krankenversicherung zu bezahlen ... Inzwischen sieht es bei mir so aus, dass ich so gut wie keine Werbung mehr extra betreibe .. ich verkaufe im Internet, in 2 Läden und auf 2 Märkten - und keine Zeit mehr - grins... Ich bin immer noch der Ansicht, auch wenn ich inzwischen nicht mehr sooo viele verschiedene Schnitte mache, trotzdem keine Massenware mit 50 gleichen Teiilen mache - immer noch Unikate!! Sonst wird die "Produktion" ziemlich ätzend und der Kunstaspekt bleibt auf der Strecke ...

    Ich freue mich schon darauf, für dich Kreise zu nähen!!!!!

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