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Mittwoch, 12. Januar 2011

Zu schade für den Hintern?

Kurz vor Weihnachten kam schon der Stoff von Lieblingdecke für die Bee Germany Blöcke Monat Januar. Noch voll in der Zeit, aber erst nach Weihnachten, habe ich mich letztes Wochenende an die Sternen Blöcke ran gewagt. Aus Sorge um die schönen Stoffe, die mir anvertraut wurden, habe ich mir angewöhnt mindestens einen "Übungsblock" zu nähen. 
Für diesen Block war es nötig Schablonen zu erstellen. Mein Probe Block ist insgesamt leicht verzogen, deshalb durfte mein Mann alle Schablonen noch einmal überarbeiten. (Sein ursprünglichen Berufswunsch: Architekt, bzw. technischer Zeichner - hat er letztendlich nicht verwirklicht, aber pingelig genau ist er beim Zeichnen noch immer!). Eigentlich nicht schwer, aber mein Gehirn befand sich im Wochenend-Modus und nach einigen Hindernissen sind die Blöcke dann doch fertig geworden.
Den Übungsblock wollte ich nicht einfach weg legen, sondern lieber verwenden. Vom längeren Sitzen auf dem Holzhocker tat etwas mein Hinterteil weh und so kam mir die Idee, daraus ein kleines Kissen zu nähen. Gefüllt mit zwei Schichten Volumenvlies ist es nun schön weich beim Sitzen!
Nicht sehr fachmännisch habe ich den Block auf die richtige Größe gebracht, indem ich einfach rund herum weitere Streifen an das Sechsecks angenäht habe.  Eine elegantere Lösung wären Dreiecke gewesen, doch dafür war nicht mehr ausreichend Stoff vorhanden. Zum Schluss diente mir die Sitzfläche des Hockers als Kreis-Schablone und meine Nähmaschine kämpfte sich ohne Murren durch vier Schichten Stoff und zwei Schichten Volumenvlies! Sagte ich schon, das mir die Bees Spass machen?? Auch wenn mal durch zuviel Alltag die eigene Kreativität "hängt", wird genäht und getüffelt. Letztendlich entsteht auf einer anderen Ebene doch etwas Kreatives. Aufpassen muss man nur, das man nicht an zu vielen solcher Aktionen teil nimmt, damit der eigentlich positive Druck nicht plötzlich negativ wird.

Kommentare:

  1. Verrückt, wie verschieden dieselbe Farbe aussehen kann, je nach Foto. Und wie viel bei einem Foto verloren geht. Nachdem ich nun deine letzten Werke in natura gesehen und angefasst habe muss ich sagen, so ein Blog sollte eigentlich dreidimensional sein. Die Haptik, der Fall, all das finde ich gerade beim Quilten sehr wichtig und das ist ja über Fotos nur ganz schwer zu vermitteln. Aber da es ja nicht anders geht, sollte man sich den restlichen Teil wenigstens immer mal wieder in Erinnerung rufen. Schönes Sitzen auf dem gemütlichen Kissen!

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  2. Ja, da hast du recht. Die Fotografie gibt oft nicht alles wieder. Deine Decke ist auch dreidimensional noch schöner als auf dem Foto. Wenn man die Fotos selbst macht, fällt das nicht so auf, da man das "echte" Stück ja in den Händen hielt. Für einen Außenstehenden gehen aber tatsächlich viele "Sensationen" verloren.

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