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Sonntag, 28. Januar 2018

Abschminkpads - Zerowaste

Nach der Lektüre von “Ohne wenn und Abfall” von M. Glimbovski, ging ich in Gedanken unseren Haushalt durch und überlegte in welchen Bereichen ich Müll reduzieren kann. Nach einigem Ausprobieren stellte sich heraus, das es im Alltag zum Umstellen von Gewohnheiten viel Disziplin bei allen Haushaltsmitgliedern erfordert. So macht es Sinn, sich eine Kleinigkeit heraus zu fischen und dran zu bleiben... Das erste Zerowaste Produkt, das es dauerhaft in unseren Haushalt geschafft hat, sind meine selbstgenähten Abschminkpads. Es gibt verschiedene Anleitungen im Netz, aber die Vorstellungen sind ja individuell verschieden... Hier ein Tutorial wie ich sie mag:
Material ist für die eine Seite ein Bio Molton von Siebenblau, für die andere Seite ein Stoffrest aus einer meiner Restekisten. Die Schablone ist ein Wasserglas mit einem Durchmesser von 8cm aus dem Küchenschrank.
Zwei Kreise mit dem Stift auf den Stoff malen und Ausschneiden.
Die Rechten Seiten der Teile aufeinander legen und mit der Nähmaschine einmal fast rund herum nähen. Ein Wendeloch von 1-2 cm zum Verstürzen muss offen bleiben. Der Kreis näht sich einfach, wenn man den Nähfußdruck der Maschine reduziert.
Nun das Teilchen wenden. Ich benutze dafür einen Pinselstil.
Die Nahtzugabe vom Wendeloch nach innen Falten...
...und bügeln.
Zum Abschluss ein bis zweimal knappkantig absteppen.
Fertig!!
Meine Pads gingen schon 2x in die Wäsche - vor Jahren habe ich von meiner Mutter ein Wäschenetze geschenkt bekommen, das kam hier endlich mal zum Einsatz! Die Pads kann man für sich selbst verwenden oder auch verschenken. Auch können sie gut zwischendurch genäht werden, wenn mann immer mal ein Arbeitsschritt erledigt. Zum Beispiel 20 mal Aufmalen und Ausschneiden und beiseite legen. Wenn dann wieder Zeit ist: Nähen. usw., usw....
Viel Spaß beim Ausprobieren!

Mittwoch, 15. März 2017

Blaues Trägerkleid - Me Made Mittwoch

Heute trage ich ein Trägerkleid mit Taschen nach einem Burda Schnitt aus der Burda 9/2012. Es ist bereits das zweite Kleid, das ich nach diesem Schnitt genäht habe - in live gesehen bei Lilaundgelb. Das Kleid ist aus einem leichten Woll-Gemisch genäht und vollständig gefüttert. Ursprünglich ist der Schnitt für festen Jersey gedacht. Trotz der fehlenden Dehnbarkeit konnte ich hier auf einem Reißverschluss verzichten.
Das Kleid ist ziemlich gemütlich - es sitzt gut, fällt locker, gibt genug Bewegungsfreiheit und kneift nirgends.... ich glaube, das wird mein Lieblingsschnitt und wird noch häufiger genäht!!! 
Mehr tolle Kleidung seht ihr HIER!

Montag, 26. Dezember 2016

Mein Weihnachtskleid - WKSA 2016

Den größten Teil des Sew Alongs habe ich auf dem Blog verpasst - zwar gibt es auch von meinem Weihnachtskleid-Nähprozeß Fotos, aber auch die haben es nicht bis in die Öffentlichkeit gebracht  Das Finale hätte ich pünktlich erreichen können, doch auf Grund der Berliner Ereignisse erschien mir Nähen und ein Weihnachtskleid Blogpost so unsinnig. Inzwischen denke ich: jetzt erst recht! Mein Gefühl vom Entsetzen, wanderte über Unverständnis bis zur Demut. Demut gegenüber all dem was ich besitze, meiner Familie gegenüber, meinem Zuhause, meinen Freunden... Dazu kommt der Wunsch nach mehr Toleranz. Toleranz anderen Leben, anderen Meinungen und anderen Gesinnungen gegenüber. Wenn ich damit im kleinen Kreis beginne, sich dieser Kreis vergrößert, ... dann müssten all die unsinnigen Dinge auf der Welt nicht passieren! Ich wünsche allen eine schöne Weihnacht, besinnliche und geruhsame Tage - mit und ohne Weihnachtskleid!
Ein kleiner Nachtrag zu Stoff, Schnitt und Passform (fehlt ja, da ich nur im Kopf gebloggt habe..) Der Stoff ist reine feine Wolle mit etwas Elastan von Hüco. Der Schnitt ist eine "Mariage" aus zwei Burda Schnitten (zu sehen HIER) - einem von 2001 für das Oberteil - runder Ausschnitt, Ärmel mit Abnähern am Ellenbogen, 2 (bzw. 4) Abnähern im Rückenteil. Für den Rock habe ich - um mehr Weite zu haben - das Schnitt Teil von 2016 etwas unfachmännisch an das Oberteil 'ran gebaut. Im letzten Augenblick fiel mir ein, das es sinnvoll wäre die Länge der Seitennähte von Vorder- und Rückenteil zu vergleichen.... das Rückenteil musste in der Länge daraufhin noch angepasst werden. Auf Grund der Anpassungen blieb nur ein falscher Saum als Abschluss, der mit Hand angenäht ist. Der Ärmel ist an der Trompete gekürzt. Genäht ist in Größe 36 - die Schulter sitzt gut, die Weite finde ich angenehm. 
Und ja, die Trompeten sind hinderlich.... aber nur wenn man zu viel bei Küchenarbeit und beim Essen auftun hilft. Beim Essen an sich, sowie beim schön Rumsitzen und Rumstehen mit Glas in der Hand stört der Ärmel gar nicht! Einen großen Dank von mir an Yvonne und Dodo, die uns so großartig durch diesen WKSA 2016 geführt haben. Weitere wunderschöne Weihnachtskleider sehr ihr HIER!

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Sommerkleid-Schnitt im Winter - Me Made Mittwoch

Mein sehr bequemes, extrem warmes Winterkleid ist nach einem Brigitte Sommerkleid Schnitt genäht, der mich in der warmen Jahreszeit schon begeistert hat. (HIER fertig in Türkis)
Der Schnitt kann mit und ohne Bindeband in der Taille genäht werden - mein Winterkleid hat Bindebänder, die locker auf dem Rücken geknotet sind - so sieht das Kleid aus schwerem Wollstoff nicht zu sackartig aus. Taschen, Beleg und falscher Saum sind aus einem Baumwollstoff genäht - den könnt ihr hier auf dem Foto noch etwas durch blitzen sehen.
Insgesamt bin ich mit meiner Winter-Version des Kleides sehr zufrieden - vielleicht nix zum ausgehen, aber auf jedem Fall warm und bequem.
Mehr zum Thema selbst genähte Kleidung findet Ihr HIER!

Sonntag, 4. Dezember 2016

Noch kann ich es schaffen - WKSA 2016

Heute ist schon der dritte Termin des WKSA 2016 - ich denke ich könnte es zum Finale noch schaffen!! Den ersten Termin habe ich total verschusselt, beim zweiten Termin fehlte mir noch jegliche Inspiration für Schnitt und Stoff. Auf Grund der knappen Zeit habe ich mich jetzt für einen einfacheren Schnitt entschieden. In der LMV vom Januar 2016 gab es einen Schnitt für ein schönes Kleid mit Trompeten Ärmeln. 
Nach längerer Betrachtung fand ich den Schnitt für mich doch etwas zu oversized. Von Lucy bekam ich eine Zeitschrift 'Nähen für Einsteiger', Burda ca. 2001, mit einem weiteren Schnitt für ein Kleid mit Trompeten Ärmeln - für meine Figur viel günstiger geschnitten. Dann tauchte in der letzten Burda nun ein ganz ganz ähnliches Kleid auf!
Links das Model von 2001 - rechts von 2016. In der Schnittzeichnung gibt es feine Unterschiede. Im Schnitt von 2016 erscheinen mir die Ärmel sehr weit - 2001 hat der Ärmel am Unterarm einen kleinen Abnäher. Im Rückenteil von 2016 gibt es keine Abnäher, dafür hat der Rock eine angenehme Weite. Dann gibt es einmal V- und einmal Rundausschnitt.
Für mein Weihnachtskleid möchte ich den Schnitt von 2001 (hier rechts) mit dem weiteren Rockteil vom Schnitt 2016 kombinieren. Beim Ausschnitt habe ich mich noch nicht entschieden - wahrscheinlich den runden Ausschnitt, vielleicht ein Tick tiefer ausgeschnitten. Als Stoff habe ich zwei feine Wollstoffe mit Elastan.
Nun ist die große Frage: Hellgrau oder Dunkelblau?? 
HIER seht ihr die fast fertigen Weihnachtskleider der anderen fleißigen Näherinnen zum bereits 3. Termin des WKSA 2016!

Sonntag, 27. November 2016

Stoffreste - Stoffspielerei im November

Lange, lange verfolge ich die Stoffspielerei bei Suschna, Lucy, Frifris, Kaze, Griselda und den anderen mit großem Interesse - Experimentieren mit Textilien - lange, lange wollte ich schon mit einem Beitrag teilnehmen… Heute nun mein Beitrag zum Thema Stoffreste! Stoffreste habe ich viele! In allen Größen und Farben. Irgendwie schaffe ich es nicht, selbst kleinste Fitzelchen weg zu werfen. Was kann man daraus noch nähen? Topflappen, Täschchen, Untersetzer….Mein heutiges Projekt ist ein Teekannenwärmer - meine kleine Teekanne braucht dringend einen passenden Tee-Hut. Die Technik, die ich für die kleinen Reste verwenden möchte, könnte man Crazy Patchwork nennen - dafür sind Größe und Form der Stoffreste egal.
Für diese Technik verwende ich gerne eine Unterlage, auf der die Stoffreste direkt aufgenäht werden. Das ist keine Notwendigkeit, aber es vereinfacht das Nähen bei besonders kleinen Stoffstücken.
Als Unterlage kann ein einfaches Baumwolltuch benutzt werden - mein Favorit ist Thermolam, da es eine Stabilität gibt und Hitzebeständig ist. Das ist nützlich für Topflappen, Untersetzern und meinem Teewärmer!
Gibt man "Crazy Patchwork" in die Suchmaschine ein, findet man Videos, Paperpiecing Vorlagen und viele Anleitungen zu diesem Thema. Es gelingt jedoch auch schnell und einfach durch "Probieren" von kleinen Blöcken, vielleicht Quadraten, die dann zu einem größeren Stück zusammen genäht werden können. Für meinen Teewärmer habe ich nur einen kleinen Streifen crazy gepatcht.
Weitere interessante Techniken zum Thema Stoffresten - Stoffspielerei - findet Ihr bei LUCY.

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Faltenrock - Me Made Mittwoch

Ein Rock ist bei mir eigentlich nichts Besonderes. Dieser Rock ist jedoch etwas anders als meine sonstigen Röcke - er hat Falten, er hat keinen Sattel, er steht beim Tragen ab und er geht bis über das Knie. 
Der Stoff ist ein ziemlich steifes, festes Polyestergemisch - fast wie ein Doubleface. Der Schnitt ist aus der Burda 11/2014, eigentlich mit Reißverschluss vorne, einem Schlitz hinten und ohne Futter - den Schlitz habe ich weggelassen, den Reißverschluss nach hinten verlegt und einen Futterrock genäht. Normalerweise enden meine Röcke kurz oberhalb des Knies, dieser etwas unterhalb des Knies. Das gefällt mir gut und es ist auch irgendwie schön warm, besonders bei diesem ungemütlichen Wetter heute.
Seit dem ich zwei Hollyburn Röcke mit Taschen habe, liebe ich Taschen am Rock! Am Anfang war ich etwas skeptisch, ob ich den Rock mag. Den Trage-Test hat er heute gut überstanden - und ich mag ihn. Den Schnitt nähe ich bestimmt noch einmal, vielleicht mit einem weicheren Stoff! Noch mehr Selbstgenähtes seht ihr HIER!