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Mittwoch, 29. Februar 2012

MMM 8/2012 Mein neues Lieblingskleid

Heute trage ich -wie vorgestern und vorvorvorgestern auch- mein neues absolutes Lieblingskleid. Und wenn es jetzt nicht schlagartig heißer Sommer wird, werde ich das Kleid sicher übermorgen und überüberübermorgen auch wieder tragen. 1 Tag tragen, 1 Tag waschen- so läuft das hier gerade.
Leider trocknet das Kleid gar nicht so schnell, wie ich angenommen habe, handelt es sich doch mal wieder um eine elastische "obskure Plastikmischung vom Markt" (Originalzitat von Lucy zu den Marktstoffen im Allgemeinen) mit einer leicht wolligen Anmutung.

Was bisher geschah:
Catherine hatte sich -ich vermute von  primavera- inspirieren lassen und beschlossen sich an die 60-er Jahre zu wagen mit dem Schnitt simplicity 7051
Leider gefiel ihr gefiel das Kleid an sich (an ihr??) selbst gar nicht, weswegen sie das herrliche Kleid zum Verkauf anbietet. (Mir ist es leider ein bißchen zu groß, sonst hätte ich sofort zugeschlagen)
Und den Schnitt hat sie Floh und mir geschenkt. Ist das nicht klasse!  Danke Cat!

Ich habe mir also einen von mir nicht sehr geliebten Stoffmarkt-Probestoff genommen und den Schnitt ausprobiert. Das vordere Oberteil im schrägen Fadenlauf. Die Teilungsnaht im vorderen Rockteil habe ich weggelassen. Hat die einen Sinn, der sich mir nicht erschlossen hat?
Und noch ne Frage an die Fachfrauen unter euch: Näht man zuerst die Teilungsnaht in der Mitte entlang des Bogens und dann den Brustabnäher in einem Rutsch mit der Teilungsnaht an der Seite? Ich habs nämlich anders gemacht und das schien mir etwas umständlich.
 Die Puppe hat einen zeimlichen Blähbauch

Der Schnitt machte von Anfang an einen guten Eindruck und wenn ich einen farblich passenden Reißverschluß im Haus gehabt hätte, wäre dieses Probemodell sicher fertiggestellt worden.

So habe ich stattdessen einen der "besseren" Stoffe rausgeholt und konnte das Modell dank der Elastizität dieses Pseudostrickstoffs komplett ohne Reißverschluß nähen.
Die Karos treffen sosolala aufeinander. Gemessen an dem Aufwand, den ich mit den Karos beim Zuschnitt getrieben habe, ist das Ergebnis leider etwas bescheiden ausgefallen.
Ich hatte mir den karo-Verlauf auf das Schnitteil eingezeichnet, aber bin dann wohl doch mit der bereits enthaltenen Nahtzugabe etwas durcheinander gekommen. Oder es geht einfach nicht besser, immerhin sind das recht große diagonale Rauten und das vordere Oberteil hat Abnäher.
An der alles entscheidenden Stelle, an der Empire-Teilungs-Naht und Brustabnäher aufeinandertreffen habe ich dann leider auch noch eine kleine Falte eingenäht und beim Trennen den falschen Faden erwischt. Was anfangs noch nicht schlimm aussah, entwickelte sich bei der ersten Wäsche leider zu einem richtigen Loch. Und das ausgerechnet an einer Stelle, die man nicht mit einem Label übernähen kann....
Ich habs natürlich schon längst gestopft- aber leider sieht man es immer noch

Aber ich liebe diese Kleid, es ist nicht tailliert und trotzdem kein Sack. Hat wunderbare Ärmel. Und überhaupt ist es mit dem elastischen, kuscheligen Stoff unglaublich bequem.

Wollt ihr noch eine Kostprobe?
Oh je, beim Fotografieren immer diese Frage: Wohin mit den Händen? Lässig an die Hüften? Locker an die Taille? Schlapp runterhängen lassen?

Vielleicht unbeholfen mit ein paar Accessoires?
oder so?
Diesen Schnitt werde ich sicher noch öfter nähen.
Leider habe ich durch die Verwendung von diesem elastischen Stoff die Bequemlichkeitslatte sehr, sehr hoch gehängt.
Oh.mimmi hat das Kleid bereits zweimal beim MMM vorgestellt. Sie hatte beide Male Romanitjersey verwendet. Das scheint mir auch eine gute Option zu sein.

Ich bin gespannt, wer sich heute auch immer noch winterlich kleidet und wer schon voll im Frühlingsfieber ist. Catherine hat diesmal wieder alle MMM-Mädels bei sich versammelt

*Wiebke*

Mittwoch, 22. Februar 2012

MMM 7/2012: Kamelle, Kamelle, oll und bunt

Rechtzeitig zum Aschermittwoch habe ich heute eine richtig olle Kamelle rausgeholt: Einen gefühlt 6 Jahre alten Cordrock in bunt. Also bunt im Sinne von nicht Schwarz, Grau, Braun oder Beige.

Der Schnitt war mein früherer Rockgrundschnitt aus irgendeiner nicht mehr bestimmbaren burda. Ich weiß, dass er uralt ist, weil ich den Schnitt vor Ewigkeiten noch mit einem Kopierrädchen auf Zeitungspapier ausgeradelt hatte. Und das mache ich nun schon viele, viele Jahre nicht mehr.

Hier zunächst die Variante mit Taillen(hahaha!)-Betonung , extra für euch habe ich meinen Lieblings-vintage-Goldpfeil-Gürtel aus dem Schrank geholt.
Tatsächlich werde ich den heutigen Tag im weiteren Verlauf dann wohl eher so verbringen (von wegen viel Sitzen, warm und gemütlich und so):
Der Stoff war vor vielen Jahren mal ein Posten bei Karstadt. Den bestickten Cord gab es in vielen Varianten und vielen Farben. Damals hatte ich richitg zugeschlagen und daraus vor allem Kinderkleider genäht. Und diesen gefütterten Rock für mich, den ich allerdings nur selten und ohne große Begeisterung getragen habe. Bestes Indiz dafür: Der Reißverschluß ist etwas defekt und geht deshalb ganz leicht auf. Ich könnte das natürlich reparieren, sprich den Reißverschluß ersetzen -mittlerwiele ja sogar in nahtlos!- aber dafür fehlt mir bei diesem Rock dann doch der Ehrgeiz und ich ziehe halt den Zipper immer mal wieder zu, wenn der Rock anfängt zu rutschen.
Heute werde ich versuchen mein Tagesgeschäft ratz fatz wegzuschaffen, denn für den heutigen Nachmittag steht ein gemeinsames Nähen mit einer befreundeten Mutter auf dem Plan.
Die Theater-AG unserer Töchter führt demnächst Romeo und Julia auf. Die Rolle der Julia wurde in Anbetracht des vielen Textes auf 4 Mädels verteilt, die natürlich alle die gleichen Kleider tragen sollen.
Da der passt-Schnitt aus dem gleichnamigen Buch so flexibel in der Paßform ist -obwohl ja eigentlich auf individuelle Maße gefertigt- kommt er hier wieder zum Einsatz. Ich werde berichten.

Apropos Romeo und Julia: Begleitend zu den aktuellen Thaterproben haben wir mit unserer Tochter diesen grandios gespielten und bildgewaltigen Film von 1996 geschaut. Ich hatte ihn schon ganz vergessen,  bin aber wieder hin und weg, und das nicht nur vom jungen Leonardo di caprio....
Letztes Jahr wurde von der Theater-AG der Sommerenachtstraum gegeben, und ich durfte ein hellgrünes Elfe-Senfsamen-Kleid aus Damast und Organza für meine Tochter nähen:
vor lauter Stolz habe ich damals fast gar nicht fotografiert und 
kann euch deshalb nur diesen mageren Ausschnitt zeigen.

Wer es heute vielleicht auch noch oder immer noch bunt treibt oder doch lieber auf klassisches Schwarz zurückgreift, kann man diesen MMMittwoch zur Abwechslung bei meike erfahren, die heute selber auch ne olle kamelle in wunderbar bunt trägt.

*Wiebke*

Mittwoch, 15. Februar 2012

MMM 6/2012 Strick- äh Bademantel

Hier wird es heute etwas grenzwertig....so von wegen private Fotos und so

Während ihr hier alle hoffentlich ganz normal aufstehen dürftet, bin ich schon lange unterwegs mit der Bahn auf eine Baustelle in Bochum. Ganz früh heute morgen mußte ich los. In Jeans und andere Kaufkleidung gewandet, alles durchgängig Sachen, die mit Woll-, Thermo- und Daunen- anfangen.

Aber davor, also als es noch ganz, ganz dunkel aber trotzdem schon Mittwoch war, da hatte ich auch MMM.
 boah, war das dunkel heute morgen....

kleine Vorgeschichte:
Ich hatte meiner Tochter vor ein paar Monaten zwei Strickmäntel bzw lange Strickjacken genäht.
Die erste trägt sie nicht außer Haus, aber immerhin beim sonntagmorgendlichen Rumlümmeln:
Da hatte ich den Halsausschnitt hinten innen -nett gemeint- mit Matrioschka-Band versäubert. Aber das ist doch voll peinlich....
blödes Foto, viel zu hell und das Band kann man gar nicht erkennen

Dann hat sie sich selber einen Stoff aussuchen dürfen für ein zweites Modell (ohne blödes Band!). Aber diese Jacke zieht sie aus bisher noch nicht näher konkretisierten Gründen überhaupt nicht an....
Schnitt: irgendeine ottobre....

Also habe ich beschlossen, dass ich mir jetzt lieber selber einen Strickmantel nähe, nachdem ich hier so schön üben konnte.
In meinem Stofflager befand sich ein schöner weicher Stoff, burda 10/2011 hatte mit Modell 131 einen locker fallenden Mantelschnitt
Ich sah mich schon mit wallenden Haaren durch den kommenden Frühling stolzieren.
Aber was soll ich sagen... ein wirklich formloser Schnitt kombiniert mit einem sehr weichen, nachgiebigen Stoff ergibt einfach keinen vorteilhaften, tollen Strickmantel.
Aber nachdem das Projekt halbfertig war und sich die übertrieben legere Passform schon längst abzeichnete, mochte ich den Mantel trotzdem nicht mehr ausziehen. Und einen unisex Bademantel kann doch eigentlich jeder Haushalt gebrauchen, oder?
Also habe ich mich noch einmal diszipliniert und ein Jerseyfutter eingenäht, um unseren neuen Morgenmantel noch kuscheliger zu machen.
Und da ich am Ende noch ein paar kleine Fitzelchen des Stoffes und 10 Minuten übrig hatte, gab es dann doch -unverbesserlich wie ich bin- noch einen schnellen Rock für die Tochter:
Das war es jetzt aber mit schlecht, weil im Dunkeln fotografierter Nachtwäsche. Zeigt sonst noch jemand Grenzwertiges? Hier bei Catherine kann man sich alles anschauen.

Und ich verhandele noch etwas mit mir: Für das frühe Aufstehen hätte ich doch eine Belohnung verdient, oder? Also ich meine, wenn ich doch anschließend an die Bausitzung etwas Zeit hätte, und wenn ich dann doch sowieso in Bochum bin... da gibt es doch alfatex... hm, soll ich oder soll ich nicht??? Ich weiß, ich weiß, von wegen "gute Vorsätze" und so. Aber ich frage ja auch nicht meinen Liebsten, sondern euch!

*Wiebke*

Mittwoch, 8. Februar 2012

MMM 5/2012 Braunes Winterkleid

Nach all den vielen Gedanken über Strickmuster, Wolle und Jäckchen-Inspirationen in den vergangenen Tagen gibt es bei mir heute Genähtes aus (Pseudo-) Strickwerk. Und kein Häkeljäckchen.
Ein Reinschlüpf und Gut-Ist-Kleid, genäht nach meinen langjährigen Lieblings-T-Shirt-Schnitt (Modell 112, burda 8/2010), welcher einen wirklich phantastischen Ausschnitt hat.
Mittlerweile habe ich einen neuen, auch schon zigfach erprobten T-shirt-Basisschnitt, der insgesamr noch besser sitzt und bei mir intern aus gutem Grund der Floh-Shirt-Schnitt heißt....gibt es das Shirt auch mal am MMM zu sehen?

Für dieses Kleid habe ich damals den Schnitt einfach minimal weiter zugeschnitten und hinten zwei Abnäher in Taillenhöhe abgenäht  Dann noch Ton in Ton ein schmales Bändchen am Ausschnitt (von Hand) angenäht und zur Schleife gebunden- das ging auch damals bo* schnell und schmerzlos.
Der Stoff war so ein typischer Maybachufermarktl̶̶a̶̶d̶̶e̶̶n̶̶h̶̶ü̶̶t̶̶e̶̶r̶ Standartstoff, den es dort gefühlt 3 Jahre lang ständig gab. Minimal elastisch und eine winzige Strick-struktur.

Und da ich zu den Glücklichen gehöre, die diese Saison eine braune Thermoleggings käuflich erwerben konnten, kann ich dieses Kleid jetzt auch bei den Minusgraden wunderbar monochrom kombinieren. Abweichend dazu nur ein lila Baumwoll-mit-Spitze-Unterkleid von zeemann aus einem spontanen Hamsterkauf während unseres letzten Nähkränzchens.

Und nachher am Schreibtisch werde ich die Stiefel gegen dicke Wollsocken tauschen und mir eine usselige große Wohlfühlstrickjacke drüberziehen, ist ja home-office, da siehts keiner.

Minustemperaturen überall, ich bin gespannt, wer sonst noch Thermoleggings und in welcher Farbe trägt. Oder dickes Strickwerk. Hier bei Catherine kann man nachschauen.

* bo = before overlock  - in Anlehnung an meine australische Freundin Karin, von der ich den Begriff bc habe- "before child" , für jenen unendlich lang zurückliegenden, glorreichen Lebensabschnitt ohne Kinder.
Obwohl die overlock nun wirklich nicht so eine einschneidende Zäsur in meinem Leben bedeutet, das wirklich nicht.

*Wiebke*

Mittwoch, 25. Januar 2012

MMM 4/2012 Knotenleid* und Marktbesuch

Nachdem in den letzten MMMs wieder so wunderschöne Exemplare zu sehen waren, stelle ich euch hier heute auch eines meiner Knotenkleider vor. 
Dieses war vor 2 Jahren mein erstes Exemplar und ist aus einem weichen, winterlichen Pseudostrickstoff. Pseudo weil eigentlich nicht mal besonders elastisch. Dafür hat der Stoff ein kleines, feines Muster und einen leichten silbrigen Glanz. Zum Material würde ich sagen “trageangenehm“, pflegeleicht und vielleicht ist auch Viscose drin....
Zum Knotenkleid braucht man fast nichts mehr zu sagen, es ist einfach genial. Die einzige Entscheidung beim Knotenkleid ist ja nicht, ob man eins braucht (JA!) sondern ob Onion oder knip. Ich habe den onion-Schnitt.

Wenn man die einzige kleine Tücke mit dem Verdrehen des Oberteils verstanden hat, näht sich der Rest praktisch von allein.
Ich mache immer eine Änderung zum Originalschnitt: die Kräuselung hinten lass ich weg und nähe stattdessen zwei Abnäher ein. Geht einfach (nämlich pi mal Daumen- ah, hier bei den Sonderzeichen ist π) und das Kleid gewinnt dadurch sehr (bzw. die Figur)
erkennt irgendjemand etwas?
Der Friemelpunkt beim onion-Knotenkleid ist das Verstürzen des Ausschnitts am Rückenteil. Ich klappe den Stoff immer einfach "nur" nach innen um. Ist nicht ganz die feine Lösung- aber funktionierte bis jetzt immer super (und ich bin da auch nicht so pingelig). Bei diesem Kleid habe ich einfach das Umgeklappte mit einem kleinen Zickzack angenäht. In diesen schmalen Tunnel kann man dann auch einen Hutgummi einziehen, was ich bei anderen Knotenkleidern aus weicheren oder sehr elastischeren Stoffen gemacht habe.
Und nun muß ich meinen ersten Rückfall 2012 beichten. „Ich heiße Wiebke und habe wieder Stoff gelkauft, willentlich und vorsätzlich“
Zum neuen Jahr hatte ich mir ganz unspezifisch vorgenommen, erst einmal keine neuen Stoffe zu kaufen.....kleine (vernünftige) Einschränkungen waren mit dabei und „erst einmal“ ist ein dehnbarer Begriff. Ich wollte mich im Großen und Ganzen am 10. Vorsatz von Couturette orientieren.
Aber manchmal kommt es eben anders, und so bin ich nun damit beschäftigt, mir meinen gestrigen Rückfall schön zu reden. Wobei, es war SCHÖN. Sehr schön sogar.

Also:
Ich glaube, ich hatte schon erwähnt, das das internet toll ist, oder?
Man kann gleichgesinnte Menschen kennenlernen, die -obwohl in der Nachbarschaft wohnend- man sonst nie kennengelernt hätte. Und machmal hat man auch das Glück, über das internet und den MMM tolle Frauen persönlich kennenzulernen, die ganz woanders zuhause sind.
Wie es also der Zufall wollte, durfte ich gestern mit Lucy, Maria und Karen über den Maybachufermarkt schlendern, quatschen, lachen und Stoffe befühlen bis zum Abfrieren der Hände.

Dank des kalten Wetters war es nicht so voll, die Tüten füllten sich, und Schnäppchen wurden gemacht (gestriges Sonderangebot: 3m Stoff für 5,-€). 
Was soll ich sagen, ich wußte es ja schon vorher: Diesen Stoff brauchte ich, seit ich das Jahrhundertkleid von Melleni in echt bestaunen durfte. Für mich die Variante in blau. Wobei, das Rot ist auch total schön......hmmmm. und da war noch ein halbvoller Ballen.......
Aber das Schönste war eindeutig das Treffen mit den tollen Frauen. Ich konnte sowohl diesen herrlich gelben (genau DER richtige Farbton zwischen gelb und senf) Pulli in echt und ein bisher unveröffentlichtes Hammerkleid von Maria bestaunen (äh, nein sie stellt es heute hier vor). Und jetzt schaut mal hier, ich habe sogar auch noch Geschenke bekommen, wie toll ist das denn!
Leckerste holländische Snoepgoed, ich liebe Lakritz......(und der Rest meiner Familie nicht, hahaha: also alles meins), so liebevoll verpackt.
Und dann noch diese pramo von 1969, einschließlich einer persönlichen Einweisung in das System des Schnittmusterbogens. Das Heft enthält so wunderbare Kleiderschnitte, allesamt für taillenlose Frauen geeignet (was zusätzlich super ist, wegen oben erwähnter snoepgoed )
Karen, Maria ihr seid so klasse! Ich bin gerührt....

Apropos Süßigkeiten und (olle) Kamellen, schaut mal was Catherine heute trägt und wer heute sonst noch alles dabei ist beim MMM

*Wiebke*  

* was olle Freud zu dieser Fehlleistung gesagt hätte, weiß ich nicht - erschwerend kommt hinzu, dass ich diesen Fehler erst nach zigmailigem Draufschauen entdeckt habe. Tse tse tse!

Mittwoch, 18. Januar 2012

MMM 3/2012

Heute wartet ein richtig toller “Anlaß“ auf mich und ich habe deshalb die letzte Nacht fast durchgemaßschneidert..

Nun bin ich heute morgen entsprechend desolat und ohne zumutbares (Trage-) Foto. Ich hoffe, dass sich beides im Lauf des Tages noch zum Guten wenden wird. Denn ich spekuliere schwer auf ein Gruppenbild mit Praktikantin!! * 
Und werde es dann auf jeden Fall nachliefern.
Was bisher geschah:
Schon ein ganzes Weilchen wartet der nach meinen Maßen erstellte passt-Kleiderschnitt aufs Ausgedruckt- und Genähtwerden.
Für meine Tochter hatte ich den Schnitt in ihrer Größe bereits erfolgreich zu einem Weihnachtskleid verarbeitet. Mehrere ihrer Freundinnen haben mittlerweile das Kleid anprobiert und es hat erstaunlicherweise allen -obwohl ganz unterschiedliche Körpertypen- gut gepasst. Der Schnitt scheint an sich also recht unkompliziert und kompatibel zu sein.
Eine aufschlußreiche Besprechung zu diesem Buch gab es bei Lucy hier 

Meike hatte nun letzte Woche begonnen, für sich parallel zwei Kleider nach diesem Schnitt zu nähen. Wir durften ihr hier über die Schulter schauen, was in mir einen Jetzt-auch-ein-schlichtes-Etuikleid-haben-Wollen-Reflex auslöste. Ganz schlicht, so richtig schön schlicht.

Eigentlich auch genau das richtige für ein Probekleid.

Ich habe mir den passt-Schnitt in der mittleren Rockweite und mit dem mittleren Halsausschnitt ausgedruckt und auf dem Maybachufermarkt einen schön schlichten grauen Stoff besorgt. Stoff für die Belege und Charmeuse als Futter kamen aus dem Fundus.
Der Schnitt war richtig nett zu mir. Die Abnäher haben alle gut hingehauen und an den Seitennähten mußte sogar ich die Taille ein ganzes Stück enger machen. Ich bin geschmeichelt (auch wenn ich schon mitbekommen habe, dass es allen mit diesem Schnitt so geht. Mir doch egal!)

Schön schlicht ist ja schön, aber wenigstens dezent bunte Absteppungen brauchte ich dann doch. Wirkt gleich viel freundlicher. Und vorhandene, bislang noch unbenutzte Zutaten passen sogar auch dazu.
Für ein ärmelloses Kleid waren die Armausschnitte etwas zu eng und vor allem viel zu breit in den Schultern, so daß ich dort locker auch 1 bis 3cm wegschneiden konnte.
Hoppsa, wo kommen all die Markierungen her? Ich liebe meinen Rockabrunder aber trotzdem.

Wer heute sonst noch anläßlich des MMM selbstgenähte Kleidung zeigt, für die vielleicht auch die eine oder andere Nacht draufging zeigt Catherine hier.

*Und hier jetzt der Tagesbericht:
Ich freu mich so, Catherine, Melleni, Lucy und ich waren zum lunch verabredet mit Meike.
Wir hatten einen grandiosen Mittag und Nachmittag mit viel Spaß und Geplauder, Lachen und Austausch über Kleiderdetails. Fast so schön wie das bloggertreffen im November, nur einfach ein bißchen kleiner. 
Anschließend noch eine kurzweilige Führung durch das Stokx-Atelier mit Präsentation von Meikes vielversprechender Praktikumsarbeit und den äußerst durchdachten Entwürfen von Stokx-Designerin Lindy. Viele faszinierende Details, spannende Stoffe und mal wieder die Bestätigung, dass es abseits der kurzlebigen Modekollektionen so viel Qualität gibt, die zeitlos aber trotzdem außergewöhnlich und zeitgemäß ist.

Und hier die versprochenen Gruppenfotos. Kann man erkennen, dass wir Spaß hatten?

Und wer ist mal wieder die Kleinste trotz hoher Absätze???

*Wiebke*

Mittwoch, 4. Januar 2012

MMM- Wiebke ab jetzt auch dabei!

Auf sanften, aber bestimmt ausgeübten Druck Aus purer Freude und Tatendrang bin ich ab jetzt und pünktlich zum Beginn des Jahres 2012 auch beim MMM dabei!!!
Ich gestehe hier gleich, dass ich manchmal etwas mogeln werden muß (pfui!), da ich es definitiv nicht immer schaffen werde, jeden Mittwoch MM-angezogen und wenigstens halbwegs gutgelaunt Fotos von mir zu produzieren, die der Öffentlichkeit präsentiert werden können. Außerdem kann ich berufsbedingt nicht jeden Mittwoch Selbstgenähtes tragen...Wenn die eine oder andere Baustelle ruft, greife ich definitiv lieber auf strapazierfähige Kaufkleidung zurück.
Hier geht es heute leider auch gleich ein bißchen gemogelt los, denn heute fängt in Berlin die Schule wieder an; ein denkbar ungünstiger Tag, um morgens auch nur annähernd etwas Positives auszustrahlen. Gilt es doch, zwei müde und übelgelaunte Kinder zu wecken und auf den Weg zu schicken. Infolge der Pubertät fallen unerfreuliche Wörter und es muß schon morgens im Dunkeln unschön diskutiert werden.... Und das Badezimmer ist jetzt auch erst einmal besetzt....
Aber ich verspreche, dass ich heute denselben Rock anhabe, den ich auch gestern nachmittag getragen und in weiser Vorraussicht schon fotografiert habe. (uff, war das anstrengend!! Auch ohne blöde Kommentare, die mir jetzt vermutlich sicher wären!) Heute dann am Schreibtisch allerdings nicht mit Stiefeln, sondern mit warmen, weichen Stricksocken.
Bevor es heute abend -zu meiner großen Freude- hierhin geht und ich mich dafür sowieso noch umziehen werde, habe ich heute einen reinen Schreibtischtag, da darf es gerne bequem sein. Ich gehöre zu den Menschen, die nicht längere Zeit “ordentlich“ an einem Tisch sitzen können. Immer wieder muß ich meine Sitzposition verändern, wahlweise die Füße auf einer Schublade abstellen, mich auf dieselben draufsetzen, kurz stehen,......
Da ist dieser Rock genau richtig. Gemütlich, gemütlich, gemütlich. Und ohne Bund. Der Schnitt ist selbst gebastelt unter Zuhilfenahme irgendeines älteren burda-Rockschnitts.
Der Stoff war vom Maybachufermarkt und ich hatte ein für -mich unüblich großes Stück erstanden- da es ein Rest war. Das heißt, man bekommt die restlichen 1,80m für den Preis von 1 Meter (also in diesem Fall 3,-€).
Der Stoff hat ein aufgedrucktes Norweger-Strickmuster, ist elastisch und hat aber leider mit Wolle oder Naturmaterial überhaupt nichts zu tun. Reines Synthetik, leicht flauschig. Etwas anderes als einen Rock hätte ich daraus nicht machen wollen. Allenfalls vielleicht noch eine selbstgenähte Plastiktüte?
Der Rock hat ein eingenähtes Futter (einfach am Bund verstürzt) aus schwarzem stoff+stil- Charmeusefutter, welches elastisch und phantastisch ist. Kann ich immer wieder nur empfehlen, auch wenn es sich nicht total akkurat verarbeiten läßt. (also, ich kann es auf jeden Fall nicht...)

Ob es sich andere heute auch gemütlich machen können, seht ihr hier